Veganuary: Ein gesunder Start ins neue Jahr

Anja Vogt
Im Januar 2022 hat EWR zum ersten Mal offiziell bei der Aktion „Veganuary“ teilgenommen. Seither hat sich vieles bei uns verändert. Das Angebot in den Bistros und Kantinen ist vielseitiger geworden. Mehr Mitarbeitende stehen vegetarischer, veganer und flexitarischer Ernährung offen gegenüber.

Gute Vorsätze für das neue Jahr
Kennt ihr das auch? Kurz nach Weihnachten kommen bei mir regelmäßig die ersten Gewissensbisse, wenn ich an all die Plätzchen und das reichhaltige Essen denke. Die guten Vorsätze fürs neue Jahr sind dann schnell gefasst: „Im Januar wird gesünder gegessen.“
Was mir dabei hilft, ist der Veganuary – eine Challenge, bei der man sich einen Monat lang vegan ernährt.
Vegan? Muss es wirklich gleich so extrem sein? Diese Frage habe ich mir anfangs auch gestellt. Vegetarisch zu leben, also auf Fleisch und Fisch zu verzichten, konnte ich mir gut vorstellen. Aber komplett vegan? Wer macht das – und warum eigentlich?
Die Vorteile veganer Ernährung
Seit 1850 hat sich der Fleischkonsum in Deutschland pro Kopf vervierfacht – mit erheblichen Auswirkungen auf Wasserverbrauch, Treibhausgase, Landnutzung, Biodiversität und auch auf unsere Gesundheit.
Laut einer repräsentativen Forsa‑Umfrage aus dem Jahr 2022 ernähren sich inzwischen rund 9 Prozent der Menschen in Deutschland vegetarisch und etwa 3 Prozent vegan. Eine vegane Ernährung ist damit längst keine kurzfristige Bewegung mehr. Wer vegan lebt, verzichtet neben Fleisch und Fisch auch auf Milchprodukte, Eier und Honig.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Laut der Umfrage werden Veganerinnen und Veganer vor allem von drei Motiven geleitet:
1. Gesundheit
Bei einer veganen oder vegetarischen Ernährung geht es vor allem darum, sich bewusst, abwechslungsreich und ausgewogen zu ernähren.
Fleisch steht im Zusammenhang mit einem höheren Risiko für Typ‑2‑Diabetes, Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen und bestimmte Krebsarten, insbesondere Darmkrebs. Fisch kann mit Schwermetallen wie Arsen, Cadmium, Blei oder Quecksilber belastet sein – auch das kann sich auf die Gesundheit auswirken.
Alle wichtigen Nährstoffe lassen sich gut über pflanzliche Lebensmittel abdecken: Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, hochwertige Öle und Nüsse liefern Energie, Vitamine und Mineralstoffe.
2. Tierwohl
Das meiste Fleisch in unseren Supermärkten stammt aus der Massentierhaltung in engen, verdreckten und nicht tiergerechten Ställen. Das betrifft nicht nur Rinder und Schweine, sondern auch Milchkühe, Kälber, Legehennen und Küken.
Damit zusammen hängen auch oft lange und qualvolle Tiertransporte und Schlachtungen (teilweise leidvoll ohne Betäubung) im Akkord. Oder entzündete Euter bei Kühen durch ständiges Melken und Kälber im Stress durch die direkte Trennung von Mutter- und Jungtier kurz nach der Geburt.
Ohne Fleisch-, Eier- und Milchkonsum müssten diese Mengen an Tieren nicht gezüchtet und gehalten werden. Tiere könnten in natürlicher Umgebung mit ihren Jungtieren leben.
3. Klima
Für die Massenhaltung von Tieren muss auch die Ernährung sichergestellt werden. Brasilien ist weltweit einer der Hauptlieferanten von Soja. Hier wird artenreicher Regenwald gefällt, um Sojaplantagen als Monokulturen anzulegen. Und das, obwohl der Regenwald, wie wir alle wissen, die "grüne Lunge" unserer Erde ist.
In den Jahren 2010 bis 2019 speicherte der Amazonas-Regenwald rund 13,9 Milliarden Tonnen CO₂ und produzierte lebenswichtigen Sauerstoff für uns. Durch Brandrodungen und Holzfällungen setzte er im gleichen Zeitraum aber 16,6 Milliarden Tonnen CO₂ ab. Diese Form der Landnahme und -nutzung kann unser gesamtes Ökosystem zum Kippen bringen.
1. Gesundheit
Bei einer veganen oder vegetarischen Ernährung geht es vor allem darum, sich bewusst, abwechslungsreich und ausgewogen zu ernähren.
Fleisch steht im Zusammenhang mit einem höheren Risiko für Typ‑2‑Diabetes, Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen und bestimmte Krebsarten, insbesondere Darmkrebs. Fisch kann mit Schwermetallen wie Arsen, Cadmium, Blei oder Quecksilber belastet sein – auch das kann sich auf die Gesundheit auswirken.
Alle wichtigen Nährstoffe lassen sich gut über pflanzliche Lebensmittel abdecken: Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, hochwertige Öle und Nüsse liefern Energie, Vitamine und Mineralstoffe.
2. Tierwohl
Das meiste Fleisch in unseren Supermärkten stammt aus der Massentierhaltung in engen, verdreckten und nicht tiergerechten Ställen. Das betrifft nicht nur Rinder und Schweine, sondern auch Milchkühe, Kälber, Legehennen und Küken.
Damit zusammen hängen auch oft lange und qualvolle Tiertransporte und Schlachtungen (teilweise leidvoll ohne Betäubung) im Akkord. Oder entzündete Euter bei Kühen durch ständiges Melken und Kälber im Stress durch die direkte Trennung von Mutter- und Jungtier kurz nach der Geburt.
Ohne Fleisch-, Eier- und Milchkonsum müssten diese Mengen an Tieren nicht gezüchtet und gehalten werden. Tiere könnten in natürlicher Umgebung mit ihren Jungtieren leben.
3. Klima
Für die Massenhaltung von Tieren muss auch die Ernährung sichergestellt werden. Brasilien ist weltweit einer der Hauptlieferanten von Soja. Hier wird artenreicher Regenwald gefällt, um Sojaplantagen als Monokulturen anzulegen. Und das, obwohl der Regenwald, wie wir alle wissen, die "grüne Lunge" unserer Erde ist.
In den Jahren 2010 bis 2019 speicherte der Amazonas-Regenwald rund 13,9 Milliarden Tonnen CO₂ und produzierte lebenswichtigen Sauerstoff für uns. Durch Brandrodungen und Holzfällungen setzte er im gleichen Zeitraum aber 16,6 Milliarden Tonnen CO₂ ab. Diese Form der Landnahme und -nutzung kann unser gesamtes Ökosystem zum Kippen bringen.
Unsere Ernährung als wirksamer Hebel
Unsere Ernährung ist ein großer Hebel, wenn es um die eigene Gesundheit, den Schutz von Tieren und einen kleineren ökologischen Fußabdruck geht. Das bestätigten auch die TOP‑Motive der EWR‑Mitarbeitenden bei einer internen Umfrage zum Veganuary 2022:
- Bewusstere Ernährung
- Geringerer CO₂‑Fußabdruck
- Weniger Tierleid
Die Oxford University hat berechnet, dass sich der CO₂‑Fußabdruck allein durch eine vegane Ernährung um rund 2 Tonnen pro Jahr reduzieren lässt – und das bei ansonsten gleichbleibendem Lebensstil.
Veganuary als Gemeinschafts‑Challenge
Seit zehn Jahren gibt es die internationale Organisation „Veganuary“. Sie unterstützt alle Teilnehmenden mit täglichen Tipps, Speiseplänen, Rezepten und einem digitalen Kochbuch – und macht den Einstieg in eine vegane Ernährung leicht. 2023 haben sich weltweit mehr als 700.000 Menschen aus 228 Ländern angemeldet. In Deutschland beteiligten sich 70 Unternehmen an der Workplace‑Challenge, darunter PUMA, BASF, Unilever, Lieferando – und auch EWR.
Bei EWR machten 2022 rund 95 Mitarbeitende mit, 2023 waren es bereits über 100. In beiden Jahren haben wir die Aktion intern begleitet: mit einem veganen Starterpaket, Rezept‑ und Erfahrungsaustausch im Intranet, einem Gewinnspiel und einem Lunchtime‑Training. Dort berichteten Kolleginnen und Kollegen von ihren Erfahrungen im veganen Alltag und gaben praktische Tipps für Einkauf und Kochen. Im zweiten Jahr unterstützte uns außerdem Unverpackt Rheinhessen mit einem Besuch vor Ort und Einblicken in die Vorteile des unverpackten Einkaufens.
Auch unsere Bistros und die Kantine beteiligen sich jedes Jahr am Veganuary und bieten ein erweitertes Angebot an vegetarischen und veganen Gerichten – viele davon inzwischen dauerhaft. Dazu gehören gebackener Blumenkohl, Salat mit Falafel, Kichererbsenbällchen mit Kartoffelpüree und Pilzsoße, No‑Chicken‑Nuggets und vieles mehr. Die pflanzliche Küche ist aus unserem internen Angebot mittlerweile nicht mehr wegzudenken – und davon profitieren alle, die bei EWR essen.
Kochen Sie schon vegan?
Auch in diesem Jahr nimmt EWR wieder am Veganuary teil. Auf ein Starterpaket verzichten wir diesmal – stattdessen planen wir für März/April einen veganen Kochkurs. Denn veganes Kochen und Backen lohnt sich nicht nur im Januar, sondern das ganze Jahr über.
Ein Blick in die Forsa‑Studie zeigt: 41 Prozent der Befragten bezeichnen sich als Flexitarier und essen nur gelegentlich Fleisch, Fisch oder Milchprodukte. Auch das kann ein Ergebnis des Veganuary sein – neue Gerichte kennenzulernen und die eigene Ernährung bewusster zu gestalten.
Für unseren Kochkurs suchen wir aktuell noch eine Dozentin oder einen Dozenten. Wenn Sie Interesse haben, freuen wir uns über eine Nachricht an unser Nachhaltigkeitsteam.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gutes neues Jahr und einen positiven Start in die kommenden Monate.






